Nun sind wir also hier in Costa Rica. Die letzte "Destination" unserer Reise. Doch es haette um ein Haar anders kommen koennen...
Dienstagabend in Buenos Aires. Wir machten uns bereit fuer die Abreise. Nach einem schwuelen und langen Tag in der Stadt waren wir zurueck im Hostal, hatten geduscht und noch kurz etwas gegessen. Auf 19.45h bestellten wir ein Taxi, das uns beim Hostal abholen und an den Flughafen bringen sollte. Fuenf Minuten vor der vereinbarten Zeit standen wir mit Sack und Pack vor dem Hostal. S'hatte schon ziemlich eingedunkelt. Silvan huschte noch schnell in den Supermercado gleich gegenueber, waehrend Franziska auf die Rucksaecke aufpasste. Dann geschah's: Ein Herr kam angelaufen und fragte Franziska nuschelnd nach dem Weg, nach irgendeiner Strasse. Dazu fuchtelte er mit dem Kugelschreiber vor ihrer Nase rum (ganz geschickt, mentale und visuelle Ablenkung!). Franziska verstand nicht und fragte mehrmals nach. Doch s'wurde nicht klar, was der Typ genau wollte. Hingegen sehr ploetzlich klar wurde Franziska (ob sie's wirklich realisiert hatte oder ob's nur Intuition war?), was in Tat und Wahrheit vor sich ging: Das Ganze war nur ein Ablenkungsmanoever! Waehrend der Fragerei hatte ein anderer Mann versucht, sich an einen unserer zwei kleinen Rucksaecke zu machen. An jenen Rucksack naemlich, in dem wir die Paesse hatten und der fuer einmal nicht geschultert war, sondern daneben auf dem Boden stand. (Jaja, wir wissen, dass ist grobfahrlaessig. Aber seit Patagonien wurden wir tatsaechlich etwas fahrlaessig diesbezueglich. Es war dort einfach nicht noetig unter den vielen europaeischen Touristen und in einer relativ wohlhabenden Gegend.) Ausser sich rief Franziska "verdammt" (v.a. veraergert ueber sich selber wie bloed sie war), und ploetzlich war niemand mehr da... Der Rucksack lag 2 m neben der vorherigen Stelle, eine Schnalle bereits offen. Wenige Sekunden spaeter kam Silvan aus dem Supermercado gelaufen und traf eine ziemlich "beduselte" Franziska an. ;-) Hmmm, so schnell kann's gehen, wenn man bloss eine Minute den Rucksack aus den Augen laesst. Aber zu unserem Glueck fehlte nichts. Wir fuhren zum Flughafen und goennten uns nach dem Einchecken einen beruhigenden "Submarino".
Am anderen Morgen landeten wir kurz nach 6 Uhr in Houston, Texas. Dort kam's nochmals zu einer speziellen Situation: Wir standen geduldig in der riesigen Wartehalle mit den unzaehligen Migrations-Schaltern. US-Einreise-Prozedere halt, selbst wenn man nur fuer 3 h am Flughafen ist. Da bemerkten wir ploetzlich, dass uns der Offizier an unserem Schalter etwas gar bekannt vorkam. Kurze Zeit spaeter waren wir an der Reihe. Wir gaben unsere Fingerabdruecke und einen Blick in die Kamera. Dann drueckte der junge Mann den Stempel in unsere Paesse, setzte sein Kuerzel dazu und meinte ploetzlich verwundert: "Hey, ihr wart ja schon mal bei mir! Da, schaut, ein anderer Stempel mit meiner Schrift nebendran!" Wir mussten lachen, nickten und sagten: "Ja, vor einem guten halben Jahr kamen wir hier schon durch." Und weiter: Er habe uns doch damals erzaehlt, dass er mal Physiotherapeut habe werden wollen, dann aber doch voruebergehend in der Oel-Industrie Fuss fasste und jetzt hier bei der US-Einreisekontrolle arbeite. "Genau so ist es", erwiderte er verbluefft und freute sich an dem witzigen Zufall.
Wenige Stunden spaeter hoben wir ab nach Costa Rica. Ja, und da sind wir jetzt eben. Mit Paessen ;-) (und 7 Stunden Zeitverschiebung zur Schweiz - das werden wir in etwa 3 Wochen zuhause wieder "ausbuegeln" muessen... ufff...).
Wir waren gespannt, was wir hier in Costa Rica antreffen werden. Denn viele nennen Costa Rica "die Schweiz Zentralamerikas". Wegen der Naturschoenheiten, des (relativ hohen) Lebensstandards und der friedlichen Demokratie. Zu unserer Verwunderung erinnert uns hier so vieles an Laender, die wir in den letzten Monaten besucht haben: Seien es die typischen Reis-Poulet-Gerichte, die wir in Ecuador, Peru oder Bolivien zu Hauf gegessen haben. Oder die unzaehligen unbekannten Fruechte (wie damals in Ecuador... man steht vor dem Regal und fragt sich... Was ist das hier wohl?...). Oder dass es um 18 Uhr dunkel ist - wie in Ecuador. Auch in den Gassen und auf den Strassen ist das Treiben wieder aehnlich wie in Ecuador, Peru und Bolivien (fliegende Verkaeufer, die laut ihre Ware anpreisen, Bettler, die es auf die Touristen abgesehen haben, Gehupe,...).
Silvan und Franziska sind abgehauen. 8 Monate in Südamerika unterwegs. Der Plan: Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Patagonien und... Costa Rica
Samstag, 26. Februar 2011
Dienstag, 22. Februar 2011
Hasta la vista Buenos Aires
Buenos Aires. Das ist Verkehr, Laerm, drueckendheisse Luft und Hundehaufen auf jedem Trottoir. Buenos Aires ist aber auch die ruhigste aller suedamerikanischen Staedte, die wir besucht haben. Keine Hektik, kein Gehupe, keine Marktschreier, viele Baeume und Paerke, lauschige Strassencafés, zahlreiche Strassenkuenstler, ueberall einladender Tango, unzaehlige schmucke, alte Gebaeude, gespraechige Taxifahrer (die laufend ueberholt werden, da zu fest ins Gespraech vertieft) und zum Glueck fuer SF abkuehlender Nieselregen. Buenos Aires ist auch viel Flaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaisch!!! (Anmerkung der Redaktion: SF hat 3 von 6 Znacht vom Grill gegessen... jammie!)
An der stilgerechten Kleidung und am Kussmund wird noch gearbeitet. ;-)
Dienstag, 15. Februar 2011
Ein "Gmoor" am Ende der Welt
Noch zwei Tage verbleiben uns in Ushuaia (Argentinien), der suedlichsten Stadt der Welt. Dann geht's auf, fuer ein paar Tage nach Buenos Aires und anschliessend noch 3 Wochen nach Costa Rica. Man rechne: Noch rund ein Monat und dann sind wir zurueck in good old Suiza. Schnell ging's. Aber irgendwie auch nicht... ;-)
Die letzten 5 Tage waren wir zu zweit im Gebirge bei Ushuaia unterwegs. Mit Zelt und allem Karsumpel beladen. Alle hatten uns halbwegs vor diesem Vorhaben gewarnt: Der Weg sei meistens schlecht zu finden, da eher selten begangen. S'haetten sich schon einige Leute in der Wildnis rund um Ushuaia verirrt... Wir stiessen alle "Warnungen" in den Wind. Doch als wir die gekaufte Trekking-Karte genauer betrachteten, waren wir dann noch nicht ganz unfroh, dass uns Chregu und Betti (unsere Schweizer Gspaendli) einen Kompass ausleihen konnten. Denn: Die gute Karte ist zwar immerhin im Massstab 1:50'000 gezeichnet (das hoechste aller Gefuehle hier). Diese ist auch mit Hoehenkurven ausgestattet (wen wundert's), aber doch verwunderlich ist, wenn dann die Hoehenkurven ploetzlich irgendwo aufhoeren. Dummerweise genau dort, wo wir durch wollen. Und wenn dazu noch das Satellitenbild, auf das die Karte baut, undeutlich bis verpixelt ist und kaum topographische Signaturen vorhanden sind. Ja dann, guet Nacht am Saechsi... ;-) Wenigstens hatten wir eine gute Beschreibung aus dem Trekking-Fuehrer.
Trotzdem, eben: Wir brachen auf. Der Buschauffeur setzte uns an der Strasse im Niemandsland ab, wuenschte uns viel Glueck und rauschte davon. Da standen wir, schauten einander an, lachten und dachten: "Da sind wir nun. Jetzt gilt's ernst!" So zogen wir los. Und wir bekamen fast nicht mehr genug!!! Landschaften und Ausblicke, dass einem die Luft weg bleibt, "Zeltplaetze" an wilden Fluessen, Bergseen und zwischen Mooren, massenhaft Biberdaemme und -burgen (alles verbibert - den Sidel freut's ;-)), Condore im 2er- und 3er-Pack, Moorebenen in gruen, orange, rot, braun, gelb... Und das Beste daran: 5 Tage unterwegs und keinen Menschen angetroffen! Wo gibt's das noch?... Gut: In der Antarktis vielleicht, aber da kommt man von hier aus auch nur fuer laeppische 3'500.- Dollar im Last-Minute-Angebot hin...
Den Weg haben wir meistens gut gefunden - und wenn nicht - einen eigenen gemacht. Mit etwas Staegere und ueber Biber-Gehoelz balancieren ging's. Die einzige unpassierbare Huerde war dann aber der Río Olivia, am letzten Tag. Laut Routenbeschreibung fuehrt er normalerweise knietiefes Wasser. Nur: Die Nacht zuvor hatte es geregnet... Huefttiefe, einigermassen starke Stroemung war das beste Angebot... Plan B also: Wir stapften (im Moor einsinkend wie in Tiefschnee) kilometerweise dem stark maeandernden Fluss entlang durchs Tal hinaus. Wollten... Bis uns das Ganze zu bloede wurde. Frustriert von diesem Kraftakt und dazu hatte es uns auch noch verhagelt, entschieden wir uns fuer Plan C: auf "direktem" Weg zur anderen linken Talseite zum Wald queren. In der Hoffnung, dass dort der Untergrund etwas fester sein wuerde. Denn auf dem Moor verschwanden unsere Schuhe bei jedem Schritt im schwammigen Boden. Der Plan ging auf, fuehrte aber noch um manches kleine Seeli, Tuempelchen und um sonstige nicht passierbare Stellen.
Den Wald erreicht, mampften wir etwas. Wasser hatten wir keines mehr. Anschliesend durchforsteten wir so gut es ging der Kompassnadel nach den Wald und durchquerten weitere Fluesschen. So sollten wir nach unseren " Berechnungen" zu einem "richtigen" Wanderweg kommen, der uns dann letztlich wieder zur Strasse fuehrte. Zu unserer Verwunderung kamen wir dann auf einen anderen Weg. Jenen alten Karrweg, auf dem wir Tage zuvor unsere Wanderung begonnen hatten. Der andere exisiterte wohl nur auf der Karte. "Gerettet", sagten wir lachend zueinander... Per Autostopp ging's zurueck nach Ushuaia.
Seit unserem letzten Eintrag hier haben wir noch andernorts ein paar Kilometer Wanderweg abgespuhlt. So auch im Nationalpark Torres del Paine bei Puerto Natales, Chile. Dort machten wir ebenfalls eine 5-Tagestour. Zusammen mit Chregu und Betti. Ganz so alleine und abgelegen wie bei Ushuaia war's zwar nicht, aber trotzdem schoen (wenn auch windig und kalt). Einfach Fotos angucken.
Die letzten 5 Tage waren wir zu zweit im Gebirge bei Ushuaia unterwegs. Mit Zelt und allem Karsumpel beladen. Alle hatten uns halbwegs vor diesem Vorhaben gewarnt: Der Weg sei meistens schlecht zu finden, da eher selten begangen. S'haetten sich schon einige Leute in der Wildnis rund um Ushuaia verirrt... Wir stiessen alle "Warnungen" in den Wind. Doch als wir die gekaufte Trekking-Karte genauer betrachteten, waren wir dann noch nicht ganz unfroh, dass uns Chregu und Betti (unsere Schweizer Gspaendli) einen Kompass ausleihen konnten. Denn: Die gute Karte ist zwar immerhin im Massstab 1:50'000 gezeichnet (das hoechste aller Gefuehle hier). Diese ist auch mit Hoehenkurven ausgestattet (wen wundert's), aber doch verwunderlich ist, wenn dann die Hoehenkurven ploetzlich irgendwo aufhoeren. Dummerweise genau dort, wo wir durch wollen. Und wenn dazu noch das Satellitenbild, auf das die Karte baut, undeutlich bis verpixelt ist und kaum topographische Signaturen vorhanden sind. Ja dann, guet Nacht am Saechsi... ;-) Wenigstens hatten wir eine gute Beschreibung aus dem Trekking-Fuehrer.
Trotzdem, eben: Wir brachen auf. Der Buschauffeur setzte uns an der Strasse im Niemandsland ab, wuenschte uns viel Glueck und rauschte davon. Da standen wir, schauten einander an, lachten und dachten: "Da sind wir nun. Jetzt gilt's ernst!" So zogen wir los. Und wir bekamen fast nicht mehr genug!!! Landschaften und Ausblicke, dass einem die Luft weg bleibt, "Zeltplaetze" an wilden Fluessen, Bergseen und zwischen Mooren, massenhaft Biberdaemme und -burgen (alles verbibert - den Sidel freut's ;-)), Condore im 2er- und 3er-Pack, Moorebenen in gruen, orange, rot, braun, gelb... Und das Beste daran: 5 Tage unterwegs und keinen Menschen angetroffen! Wo gibt's das noch?... Gut: In der Antarktis vielleicht, aber da kommt man von hier aus auch nur fuer laeppische 3'500.- Dollar im Last-Minute-Angebot hin...
Den Weg haben wir meistens gut gefunden - und wenn nicht - einen eigenen gemacht. Mit etwas Staegere und ueber Biber-Gehoelz balancieren ging's. Die einzige unpassierbare Huerde war dann aber der Río Olivia, am letzten Tag. Laut Routenbeschreibung fuehrt er normalerweise knietiefes Wasser. Nur: Die Nacht zuvor hatte es geregnet... Huefttiefe, einigermassen starke Stroemung war das beste Angebot... Plan B also: Wir stapften (im Moor einsinkend wie in Tiefschnee) kilometerweise dem stark maeandernden Fluss entlang durchs Tal hinaus. Wollten... Bis uns das Ganze zu bloede wurde. Frustriert von diesem Kraftakt und dazu hatte es uns auch noch verhagelt, entschieden wir uns fuer Plan C: auf "direktem" Weg zur anderen linken Talseite zum Wald queren. In der Hoffnung, dass dort der Untergrund etwas fester sein wuerde. Denn auf dem Moor verschwanden unsere Schuhe bei jedem Schritt im schwammigen Boden. Der Plan ging auf, fuehrte aber noch um manches kleine Seeli, Tuempelchen und um sonstige nicht passierbare Stellen.
Den Wald erreicht, mampften wir etwas. Wasser hatten wir keines mehr. Anschliesend durchforsteten wir so gut es ging der Kompassnadel nach den Wald und durchquerten weitere Fluesschen. So sollten wir nach unseren " Berechnungen" zu einem "richtigen" Wanderweg kommen, der uns dann letztlich wieder zur Strasse fuehrte. Zu unserer Verwunderung kamen wir dann auf einen anderen Weg. Jenen alten Karrweg, auf dem wir Tage zuvor unsere Wanderung begonnen hatten. Der andere exisiterte wohl nur auf der Karte. "Gerettet", sagten wir lachend zueinander... Per Autostopp ging's zurueck nach Ushuaia.
Oben: Blick vom 1. Pass (auf 800 m.u.M. stehend)
Oben: Blick vom Pass Mariposa ("Schmetterling"). Auf 1'000 m.u.M. stehend - z.B. Hoehe Soerenberg Dorf!
Unsere superduper Trekkingkarte... (p.s.: die gelben Linien sind keine Strassen, wie man meinen koennte. Sondern Trampelpfade, wenn ueberhaupt vorhanden)
Seit unserem letzten Eintrag hier haben wir noch andernorts ein paar Kilometer Wanderweg abgespuhlt. So auch im Nationalpark Torres del Paine bei Puerto Natales, Chile. Dort machten wir ebenfalls eine 5-Tagestour. Zusammen mit Chregu und Betti. Ganz so alleine und abgelegen wie bei Ushuaia war's zwar nicht, aber trotzdem schoen (wenn auch windig und kalt). Einfach Fotos angucken.
Oben: Wir mit Betti und Chregu
Unten: Die beruehmten Torres im Morgendunst
Und sonst noch ein paar Fotos
Oben: Nationalpark Pali Aike im patagonischen Niemandsland
Oben: Ushuaia - Blick auf den Hafen
Unten: Umgebung von Ushuaia
Freitag, 28. Januar 2011
Vom Winde verweht
Zwei Wochen sind vergangen seit unserem letzten Eintrag zu unserem "Gipfelsturm" bei El Bolsón. Zwei Wochen, in denen wir wieder viel erlebt haben. Ja, wie eigentlich immer im letzten halben Jahr.
Nach El Bolsón fuhren wir nach Esquel - der Ausgangspunkt zum Nationalpark Los Alerces. Das Wetter spielte fuer einmal nicht ganz mit und so entschlossen wir uns fuer eine "abgespeckte" 2-Tagestour mit einer Zelt-Uebernachtung beim abgelegenen Lago Kruegger. Inmitten der maechtigen Baeume, die bei staerkerem Wind knarrten wie alte Holztueren. Die 7 Stunden Rueckweg nach Villa Futalaufquén (unser Lieblingszungenbrecher) ging recht in die Knochen, obwohl wir ja unterdessen recht wanderfit sind (aber z.T. auch nicht mehr 30 ;-)).
Die erste Nachtbusfahrt seit langem fuehrte uns nach Perito Moreno. Auf dem Weg zum Hostal bekamen wir erstmals den patagonischen Wind zu spueren: Unsere grossen Rucksaecke wirkten wie Segel und so marschierten wir wie Marionetten taumelnd durch das Staedtchen. Doch das sollte nur ein Vorgeschmack sein, wie sich spaeter zeigte...
Anderntags warteten 12 Stunden Busfahrt auf uns. Nach El Chaltén, ueber die groesstenteils schottrige Ruta 40. Dort angekommen, begruesste uns der patagonische Wind erneut mit Peitschenschlaegen (aber wir haben's ja gerne hart ;-)). Prompt gerieten wir in eine Schlechtwetterphase. Wir hatten die Wahl zwischen "abwarten und Tee trinken" und "losziehen und weggeblasen werden". Notgedrungen entschieden wir uns fuer ein eintaegiges Teekraenzken. Wir in der Waerme, waehrend draussen der Regen QUER flog. Die wenigen Leute auf der Strasse liefen entweder stark vorgeneigt gegen den Wind oder rannten halbwegs vom Wind gestossen. Herrliche Bilder.
Doch am letzten Sonntag war's dann soweit: Wir machten uns auf zu Cerro Fitz Roy (3'406 m), Cerro Torre (3'133 m) und Co.. Jene Granitwaende, die oft als schoenste Berge der Welt bezeichnet werden und die zu den weltweit groessten Herausforderungen fuer Kletterer gehoeren. Wegen des Wetters, das oft im Minutentakt wechselt und wegen der "technischen" Schwierigkeit, die sie abverlangen. Am Montagmorgen huepften wir kurz nach 5 Uhr aus dem Zelt, der Himmel war klar und die Sicht auf die Berge praechtig. Nach dem Zmittag auf dem Campingplatz machten wir noch den Abstecher zum Gletscher "Piedra Blanca". Wieder mal waren wir mausbeinallein. Einfach nur schoen.
Das naechste Naturschauspiel wartete bei El Calafate auf uns: Der Perito Moreno Gletscher. Mit dem Mietauto fuhren wir kurz nach 7 Uhr los. Und wer die letzten Eintraege hier gelesen hat, weiss: Frueh aufstehen lohnt sich in Suedamerika. Also waren SF rund 2 Stunden vor den Touristenscharen beim Gletscher. Unglaublich, das Ding: Rund 60 m hoch, 5 km breit und 30 km lang. Fast im Minutentakt kalbt er. Und zu spueren, wie der natuerliche Kuehlschrank wirkt, war beeindruckend. Da kommt nicht mal der Aletschgletscher ran. Am fruehen Nachmittag fuhren und liefen wir zu einem inoffiziellen Aussichtspunkt (merci fuer den Tipp, Corinne ;-)). Erneut: SF mausbeinallein mit Blick auf das Ungetuem. Grossartig!
Jetzt sind wir in Puerto Natales und damit wieder in Chile. Die Ankunft hier war irgendwie wie heimkommen: Wir verstehen die Leute wieder besser, wissen, welche Joghurts und Schoggi wir in den Lebensmittellaeden antreffen werden... S'ist ja doch schon das dritte Mal, dass wir in Chile sind. ;-)
Wenn alles nach Plan laeuft, ziehen wir am Dienstag fuer 5 Tage in den Nationalpark Torres del Paine. Diesmal nicht alleine, sondern zusammen mit Chegu und Betty. Schweizer Treffen auf der andern Seite der Kugel. Wir freuen uns.
Nach El Bolsón fuhren wir nach Esquel - der Ausgangspunkt zum Nationalpark Los Alerces. Das Wetter spielte fuer einmal nicht ganz mit und so entschlossen wir uns fuer eine "abgespeckte" 2-Tagestour mit einer Zelt-Uebernachtung beim abgelegenen Lago Kruegger. Inmitten der maechtigen Baeume, die bei staerkerem Wind knarrten wie alte Holztueren. Die 7 Stunden Rueckweg nach Villa Futalaufquén (unser Lieblingszungenbrecher) ging recht in die Knochen, obwohl wir ja unterdessen recht wanderfit sind (aber z.T. auch nicht mehr 30 ;-)).
Die erste Nachtbusfahrt seit langem fuehrte uns nach Perito Moreno. Auf dem Weg zum Hostal bekamen wir erstmals den patagonischen Wind zu spueren: Unsere grossen Rucksaecke wirkten wie Segel und so marschierten wir wie Marionetten taumelnd durch das Staedtchen. Doch das sollte nur ein Vorgeschmack sein, wie sich spaeter zeigte...
Anderntags warteten 12 Stunden Busfahrt auf uns. Nach El Chaltén, ueber die groesstenteils schottrige Ruta 40. Dort angekommen, begruesste uns der patagonische Wind erneut mit Peitschenschlaegen (aber wir haben's ja gerne hart ;-)). Prompt gerieten wir in eine Schlechtwetterphase. Wir hatten die Wahl zwischen "abwarten und Tee trinken" und "losziehen und weggeblasen werden". Notgedrungen entschieden wir uns fuer ein eintaegiges Teekraenzken. Wir in der Waerme, waehrend draussen der Regen QUER flog. Die wenigen Leute auf der Strasse liefen entweder stark vorgeneigt gegen den Wind oder rannten halbwegs vom Wind gestossen. Herrliche Bilder.
Doch am letzten Sonntag war's dann soweit: Wir machten uns auf zu Cerro Fitz Roy (3'406 m), Cerro Torre (3'133 m) und Co.. Jene Granitwaende, die oft als schoenste Berge der Welt bezeichnet werden und die zu den weltweit groessten Herausforderungen fuer Kletterer gehoeren. Wegen des Wetters, das oft im Minutentakt wechselt und wegen der "technischen" Schwierigkeit, die sie abverlangen. Am Montagmorgen huepften wir kurz nach 5 Uhr aus dem Zelt, der Himmel war klar und die Sicht auf die Berge praechtig. Nach dem Zmittag auf dem Campingplatz machten wir noch den Abstecher zum Gletscher "Piedra Blanca". Wieder mal waren wir mausbeinallein. Einfach nur schoen.
Das naechste Naturschauspiel wartete bei El Calafate auf uns: Der Perito Moreno Gletscher. Mit dem Mietauto fuhren wir kurz nach 7 Uhr los. Und wer die letzten Eintraege hier gelesen hat, weiss: Frueh aufstehen lohnt sich in Suedamerika. Also waren SF rund 2 Stunden vor den Touristenscharen beim Gletscher. Unglaublich, das Ding: Rund 60 m hoch, 5 km breit und 30 km lang. Fast im Minutentakt kalbt er. Und zu spueren, wie der natuerliche Kuehlschrank wirkt, war beeindruckend. Da kommt nicht mal der Aletschgletscher ran. Am fruehen Nachmittag fuhren und liefen wir zu einem inoffiziellen Aussichtspunkt (merci fuer den Tipp, Corinne ;-)). Erneut: SF mausbeinallein mit Blick auf das Ungetuem. Grossartig!
Jetzt sind wir in Puerto Natales und damit wieder in Chile. Die Ankunft hier war irgendwie wie heimkommen: Wir verstehen die Leute wieder besser, wissen, welche Joghurts und Schoggi wir in den Lebensmittellaeden antreffen werden... S'ist ja doch schon das dritte Mal, dass wir in Chile sind. ;-)
Wenn alles nach Plan laeuft, ziehen wir am Dienstag fuer 5 Tage in den Nationalpark Torres del Paine. Diesmal nicht alleine, sondern zusammen mit Chegu und Betty. Schweizer Treffen auf der andern Seite der Kugel. Wir freuen uns.
Bilder aus dem Nationalpark "Los Alerces"
Oben: Luxusznacht im Refugio Lago Kruegger, obwohl nur mit Boot oder zu Fuss erreichbar
Nationalpark "Los Glaciares"
Oben: Aussicht auf der Fahrt ueber die Ruta 40
Unten: Laguna Capri mit Cerro Fitz Roy + Co. im Hintergrund
Oben: Glaciar Piedra Blanca
Unten: Fitz Roy + Co. im Morgenlicht
Oben: Das gigantische Hinterland von El Chaltén
Unten: Der Cerro Torre frisch verschneit
Glaciar Perito Moreno
Dienstag, 18. Januar 2011
###Eilmeldung: Lehrling schlägt Lehrmeisterin###
Es hat sich ergeben, dass ich (el Sidel), meine Lehrmeisterin im Jassen geschlagen habe! Jawohl. Jassvariante zu zweit versteht sich. Mit mehreren hundert Punkten Vorsprung.
Das musste jetzt einfach gesagt sein. Ohne Wenn und Aber. Gratulationen und Schenkungen bitte an die gewohnte Postadresse oder direkt aufs Konto...
Das musste jetzt einfach gesagt sein. Ohne Wenn und Aber. Gratulationen und Schenkungen bitte an die gewohnte Postadresse oder direkt aufs Konto...
Das Erfolgsrezept: Beim Jassen a****-bitteren Mate-Tee auf traditionelle, argentinische Weise trinken. Das schuettelt durch, macht hyperaktiv und damit extrem konzentriert.
Samstag, 15. Januar 2011
Mausbeinallein - schöner könnt's nicht sein
Wir zwei machen uns einmal mehr auf, die Berge waehrend einer 4-Tages-Wandertour zu erkunden. Diesmal in der Naehe von El Bolsón. El Bolsón ist ein verschlafenes Hippie-Staedtchen, das am Rande der Bergkette liegt.
Auf unserem Weg hat es zwar mehrere Refugios (Berghuetten) um zu uebernachten, aber da die Massenlager dort nicht immer ganz unserer Vorstellung von Ordnung und Sauberkeit entsprechen, ziehen wir es vor, diesmal das Zelt mitzunehmen. Bei den meisten Refugios kann man naemlich zelten und die WCs und Kueche dort benutzen. Oft sind diese Refugios an total schoenen Lagen, an Bergfluessen oder –seelein, umgeben von grossen Felswaenden, Waeldern und Bergwiesen. Traumhaft!
Am zweiten Tag wollen wir den Berg 'Barda Negra' (2'150 m) erklimmen. Der erste Teil bis zu einem Gletscherseeli ist gut markiert (bis dahin kommen auch die Turnschuhtouristen ;-)). Das erste groessere Hindernis - der Gletscherbach - ist dank Silvans Liebe zum Steinbruecken bauen relativ schnell ueberwunden. Dann gibt’s leider nur noch zwei Markierungen und die Wegbeschreibung aus einem Trekkingbuch hilft uns auch nicht weiter. So suchen wir uns - bewaffnet mit unseren Bambuswanderstoecken - den Weg ueber Fels, Stein und kleine Schneefelder selber. Unsere 'Technik' immer an der einfachsten Stelle durch, zahlt sich aus und schon bald stehen wir auf dem Gipfel. Ein grandioses Bergpanorama tut sich auf (unter anderem bis nach Chile, z.B. zum Vulkan Osorno) und wir koennen dies mutterseelen alleine geniessen. Kein anderer Mensch hat sich bis hier nach oben verirrt. Der Rueckweg ist eigentlich schnell gemacht. In der Zwischenzeit ist aber der Schmelzwasserbach etwas angestiegen und so gibt’s dann doch noch einen nassen Fuss ;-)
Auf unserem Weg hat es zwar mehrere Refugios (Berghuetten) um zu uebernachten, aber da die Massenlager dort nicht immer ganz unserer Vorstellung von Ordnung und Sauberkeit entsprechen, ziehen wir es vor, diesmal das Zelt mitzunehmen. Bei den meisten Refugios kann man naemlich zelten und die WCs und Kueche dort benutzen. Oft sind diese Refugios an total schoenen Lagen, an Bergfluessen oder –seelein, umgeben von grossen Felswaenden, Waeldern und Bergwiesen. Traumhaft!
Am zweiten Tag wollen wir den Berg 'Barda Negra' (2'150 m) erklimmen. Der erste Teil bis zu einem Gletscherseeli ist gut markiert (bis dahin kommen auch die Turnschuhtouristen ;-)). Das erste groessere Hindernis - der Gletscherbach - ist dank Silvans Liebe zum Steinbruecken bauen relativ schnell ueberwunden. Dann gibt’s leider nur noch zwei Markierungen und die Wegbeschreibung aus einem Trekkingbuch hilft uns auch nicht weiter. So suchen wir uns - bewaffnet mit unseren Bambuswanderstoecken - den Weg ueber Fels, Stein und kleine Schneefelder selber. Unsere 'Technik' immer an der einfachsten Stelle durch, zahlt sich aus und schon bald stehen wir auf dem Gipfel. Ein grandioses Bergpanorama tut sich auf (unter anderem bis nach Chile, z.B. zum Vulkan Osorno) und wir koennen dies mutterseelen alleine geniessen. Kein anderer Mensch hat sich bis hier nach oben verirrt. Der Rueckweg ist eigentlich schnell gemacht. In der Zwischenzeit ist aber der Schmelzwasserbach etwas angestiegen und so gibt’s dann doch noch einen nassen Fuss ;-)
Oben: Der Waldspielplatz beim Refugio Hielo Azul
Unten: Der Gletscher Hielo Azul (bedeutet "Blaues Eis")
Oben + unten: Das super Panorama vom "Barda Negra" - mit Blick bis nach Chile
Der Rio Azul - unser eiskaltes "Waschbecken"
Keiner zu fein ein Wanderer zu sein - eine Szenenstudie
Einmal mehr haben wir erfahren, dass wir CH-Gringos etwas anders ticken. Und, dass Dinge, die fuer uns selbstverstaendlich sind, eben nicht selbstverstaendlich sind. Heute zum Thema wandern...
Sonntagmorgen. Wir packen unsere grossen Rucksaecke mit dem ganzen Wander- und Campingmaterial. Dazu kommt Essen fuer 4 Tage. Um 9 Uhr kommt der Taxifahrer, der uns zum Anfang des Wanderweges faehrt und meint, es sei halt schon noch frueh...
Wer frueh loslaeuft, kommt in der Regel auch zeitig ans Ziel. Und wenn wir dann jeweils um etwa 15-16 Uhr beim Refugio (Berghuette) ankommen, uns ein hausgebrautes Bier goennen, uns ein bisschen im eiskalten Bach waschen, dann beobachten wir gerne, wie nach und nach die argentinischen Wanderer "eintroepfeln". Wir sehen oft sonderbarste Szenen und Gestalten: Viele, um nicht zu sagen die meisten, tragen gerade mal hippig-farbige Stoff-Converse-Schuhe, einige sogar ein paar Turnschuhe. "Wie machen die das bloss?", fragen wir uns jeweils. Unsereins war froh, wenigsten halbhohe Trekkingschuhe zu tragen, denn die Wege sind oft sandig und nicht unsteil (mehr dazu spaeter).
Unsere grossen Rucksaecke finden grosse Beachtung. Wohl weil grosse Rucksaecke hier eine Seltenheit sind: Es genuegt ja ein kleiner (Schul-)Rucksack. Denn das Schlafmaetteli, das Zelt und die Feldflasche koennen ja easy mit Schnur aussen angehaengt werden. Bambel, bambel. Wer aber das Gebambel nicht mag, nimmt just einen zweiten Rucksack und traegt ihn vorne. 4-6 Stunden lang. Und weil ja nichts ueber einen guten Stil geht, darf's zum Wandern auch hier und dort ein Jeansrock und ein Lederjaeggli sein (ohne Seich imfall!).
Der suedamerikanische Tagesablauf (und vor allem der argentinische) ist verglichen mit dem schweizerischen etwa 3 Stunden nach hinten verschoben. Liegt's an der Zeitverschiebung? Egal. Jedenfalls ist uns das eigentlich ganz recht. Denn so haben wir morgens und abends bei den Campingplaetzen die Tische und die WCs fuer uns alleine.
Bei den Refugios steht oftmals eine Liste mit den spaetmoeglichsten Ablaufzeiten zu den wichtigsten Zielen in der Umgebung. Wir sind in der Regel dort, wenn man spaetestens loslaufen sollte. Viele starten offenbar erst so um die Mittagszeit oder auch erst um 15 Uhr. Doch puenktlich um 21 Uhr treffen dann alle zum Znacht im Refugio ein.
Eine alte geometrische Regel besagt: Der kuerzeste Weg zwischen zwei Punkten ist eine Gerade. Leider haben die argentinischen Wanderwegbauer diese Regel etwas zu ernst genommen, egal wie steil der Berg ist. So haetten wir Schweizer Bergtouristen gerne ab und zu mal ein Zickzack, um auf dem teils sandig-rutschigen Untergrund nicht nur zu rutschen
Argentinische Jugendliche haben wohl gerne Intervalltraining. So sprinten sie oft in einem Hoellentempo den Berg hoch, um kurze Zeit spaeter ausser Puste uns eimnal mehr vorbeiziehen zu lassen
Ja, und nach all diesen Erfahrungen wundern wir uns auch nicht mehr, wenn der Huettenwart beim Adieu sagen fragt, ob wir Wasser, Pulli und Sonnencreme dabei haben...Selbstverstaendlich, denn schliesslich sind wir ja zwei buenzlige Schweizer Wanderer (aber ohne roten Socken) ;-)
Sonntagmorgen. Wir packen unsere grossen Rucksaecke mit dem ganzen Wander- und Campingmaterial. Dazu kommt Essen fuer 4 Tage. Um 9 Uhr kommt der Taxifahrer, der uns zum Anfang des Wanderweges faehrt und meint, es sei halt schon noch frueh...
Wer frueh loslaeuft, kommt in der Regel auch zeitig ans Ziel. Und wenn wir dann jeweils um etwa 15-16 Uhr beim Refugio (Berghuette) ankommen, uns ein hausgebrautes Bier goennen, uns ein bisschen im eiskalten Bach waschen, dann beobachten wir gerne, wie nach und nach die argentinischen Wanderer "eintroepfeln". Wir sehen oft sonderbarste Szenen und Gestalten: Viele, um nicht zu sagen die meisten, tragen gerade mal hippig-farbige Stoff-Converse-Schuhe, einige sogar ein paar Turnschuhe. "Wie machen die das bloss?", fragen wir uns jeweils. Unsereins war froh, wenigsten halbhohe Trekkingschuhe zu tragen, denn die Wege sind oft sandig und nicht unsteil (mehr dazu spaeter).
Unsere grossen Rucksaecke finden grosse Beachtung. Wohl weil grosse Rucksaecke hier eine Seltenheit sind: Es genuegt ja ein kleiner (Schul-)Rucksack. Denn das Schlafmaetteli, das Zelt und die Feldflasche koennen ja easy mit Schnur aussen angehaengt werden. Bambel, bambel. Wer aber das Gebambel nicht mag, nimmt just einen zweiten Rucksack und traegt ihn vorne. 4-6 Stunden lang. Und weil ja nichts ueber einen guten Stil geht, darf's zum Wandern auch hier und dort ein Jeansrock und ein Lederjaeggli sein (ohne Seich imfall!).
Der suedamerikanische Tagesablauf (und vor allem der argentinische) ist verglichen mit dem schweizerischen etwa 3 Stunden nach hinten verschoben. Liegt's an der Zeitverschiebung? Egal. Jedenfalls ist uns das eigentlich ganz recht. Denn so haben wir morgens und abends bei den Campingplaetzen die Tische und die WCs fuer uns alleine.
Bei den Refugios steht oftmals eine Liste mit den spaetmoeglichsten Ablaufzeiten zu den wichtigsten Zielen in der Umgebung. Wir sind in der Regel dort, wenn man spaetestens loslaufen sollte. Viele starten offenbar erst so um die Mittagszeit oder auch erst um 15 Uhr. Doch puenktlich um 21 Uhr treffen dann alle zum Znacht im Refugio ein.
Eine alte geometrische Regel besagt: Der kuerzeste Weg zwischen zwei Punkten ist eine Gerade. Leider haben die argentinischen Wanderwegbauer diese Regel etwas zu ernst genommen, egal wie steil der Berg ist. So haetten wir Schweizer Bergtouristen gerne ab und zu mal ein Zickzack, um auf dem teils sandig-rutschigen Untergrund nicht nur zu rutschen
Argentinische Jugendliche haben wohl gerne Intervalltraining. So sprinten sie oft in einem Hoellentempo den Berg hoch, um kurze Zeit spaeter ausser Puste uns eimnal mehr vorbeiziehen zu lassen
Ja, und nach all diesen Erfahrungen wundern wir uns auch nicht mehr, wenn der Huettenwart beim Adieu sagen fragt, ob wir Wasser, Pulli und Sonnencreme dabei haben...Selbstverstaendlich, denn schliesslich sind wir ja zwei buenzlige Schweizer Wanderer (aber ohne roten Socken) ;-)
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